Solarium Starter - Was ist ein Starter und wofür benötigt man sie?

Wofür benötigt man einen Starter?

Neben Vorschaltgeräten werden auch Starter zum Betrieb von Leuchtstofflampen eingesetzt. Man unterscheidet zwischen Glimmstartern, die auch mit automatischer Abschaltfunktion lieferbar sind, und elektronischen Startern.

Der Starter übernimmt die Zündung der Leuchtstofflampe wie z.B. den Niederdruckröhren im Solarium. Beim Einschalten sorgt er zunächst dafür, dass die Elektroden der Lampe vorgeheizt werden. Anschließend öffnet der Starter den Stromkreis wieder. Durch die dabei entstehende Spannungsspitze des Vorschaltgeräts wird das Gas in der Lampe ionisiert und der Lichtbogen gezündet. Sobald die Lampe "gestartet wurde" - also leuchtet, bleibt der Starter aus und greift erst beim nächsten Einschalten wieder ein, um so erneut die Lampe zum Leuchten zu bringen.

Wichtig ist die Wahl des richtigen Spannungs- und Leistungsbereichs. Starter sind für 220–240 V oder für 110–127 V Netzspannung verfügbar. Letztere werden auch für den zweilampigen Betrieb benötigt (z. B. 2 × 18 W an 230 V).


Glimmstarter oder elektronischer Starter?

Glimmstarter sind die klassische und weit verbreitete Lösung für Leuchtstofflampen mit konventionellen oder verlustarmen Vorschaltgeräten (KVG/VVG).

Elektronische Starter arbeiten verschleißärmer, schalten präziser und ermöglichen häufig einen schnelleren, flackerarmen Start. Dadurch können sie die Lebensdauer der Lampe erhöhen und die Anzahl erfolgloser Zündversuche reduzieren.

 

Wie sehen elektronische Starter aus?

Ein elektronischer Starter sieht äußerlich einem klassischen Glimmstarter sehr ähnlich: Er besitzt in der Regel ein zylinderförmiges Kunststoffgehäuse mit einem Bajonettsockel (P2), sodass er direkt in dieselbe Starterfassung eingesetzt wird.

Der Unterschied liegt im Inneren:

  • Glimmstarter: Enthält eine Glimmlampe mit Bimetallkontakten sowie einen kleinen Entstörkondensator.
  • Elektronischer Starter: Enthält eine kleine elektronische Schaltung mit Bauteilen wie Halbleitern, Kondensatoren und Widerständen. Dadurch arbeitet er präziser und verschleißt deutlich weniger.

Äußerlich erkennt man elektronische Starter häufig an Aufdrucken wie:

  • "Electronic Starter"
  • "Longlife"
  • "Safety Starter"
  • "EFS" (Electronic Fluorescent Starter)


Achtung bei Solarien mit elektronischem Vorschaltgerät

Bei Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) wird kein separater Starter benötigt, da die Zündfunktion bereits im Vorschaltgerät integriert ist. Bei neueren Profi-Solarien wie z.B. der KBL megaSun P9 oder der K9S werden daher keine Starter verbaut oder müssen gewechselt werden.

 

Wie oft sollte ich einen Starter wechseln?

Bei einem Solarium gibt es kein festes Wechselintervall für Starter. Der Austausch richtet sich nach dem Zustand der Starter und dem Lampenwechsel.

Als Faustregel gilt:

  • Beim Wechsel der Solariumröhren sollten auch die Starter überprüft werden.
  • Glimmstarter empfiehlt es sich, spätestens bei jedem zweiten Röhrenwechsel, besser noch bei jedem Röhrenwechsel, mit auszutauschen. Sie sind Verschleißteile und kosten vergleichsweise wenig.
  • Elektronische Starter halten deutlich länger und müssen in der Regel nur ersetzt werden, wenn sie defekt sind oder der Hersteller dies empfiehlt.


Warum ist der Austausch eines Starters sinnvoll?

Ein gealterter Starter kann dazu führen, dass:

  • die Röhren mehrfach zünden oder flackern,
  • sich die Einschaltzeit verlängert,
  • die Elektroden der Röhren stärker belastet werden,
  • sich die Lebensdauer der teuren Solariumlampen verkürzt.

Da Solariumlampen deutlich teurer sind als Starter, ist ein vorsorglicher Starterwechsel bei einem Röhrenwechsel wirtschaftlich sinnvoll.

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